Über einen Bericht /Aushang/Verbreitung über die u. g. Sonder-Ausstellung des Kapuzinerordens freuen wir uns. Für Interviews und weitere Anfragen stehen wir sehr gern zur Verfügung.

Presse-Information: „Betteln und Verkündigen – 400 Jahre Kapuziner in Münster“

Münster, 10.09.2015. Über die katholische Kirche ist in den letzten Jahren viel geschrieben worden, auch heftige Kritik an der Intransparenz von Orden wurde laut. Durch Papst Franziskus weht heute ein neuer Wind durch den Vatikan und berührt viele Menschen. Sein Namenspatron, Franz von Assisi, war radikal in seinem Armutsideal und in seiner Hinwendung zu den Armen. Er ist bis heute der zentrale Referenzpunkt für die Kapuziner – dem einzigen Männerorden, der seit 400 Jahren bis heute in Münster besteht. Solidarität mit den Armen dieser Welt ist bis heute ihre wichtigste Botschaft.

In dieser Ausstellung zeigen sich die „Bettelbrüder“ mit der langen Kapuze am braunen Habit erstmals einer breiten Öffentlichkeit.

Heute leben 28 Brüder im Kloster in Münster – vom Hochschulleiter über den Pater bis zum Wirtschaftsmanager. Zum Beispiel Bruder Bernd Beermann: Wenn der promovierte Chemiker und quasi-Außenminister der Kapuziner nicht rund um den Globus unterwegs ist, kümmert er sich um die Finanzen. Einen ebenso dicht beschriebenen Terminkalender hat auch Pater Ludger Schulte – er leitet als Rektor die PTH. An dieser staatlich und kirchlich anerkannten Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner kann jeder studieren, wie es sonst nirgendwo angeboten wird: an Instituten zum Beispiel für „Kirche, Management und Spiritualität“ und für „Theologische Zoologie“. Schon die Titel zeigen: Hier wird anders gedacht als gewöhnlich.

Anschaulich, greifbar und irdisch geben kunstvolle Fotoportraits, Videoclips und persönliche Statements der Brüder Einblick in das moderne Kapuziner-Leben nach dem Evangelium und nach Franziskus. Wie man Kapuziner werden kann, können die Besucher spielerisch erfahren. Und Bauern, bei denen die Kapuziner noch bis in die 1990er Jahre regelmäßig gebettelt haben, erinnern sich lebhaft in einer Hörstation. „Heute ist aus Betteln Fundraising geworden“ sagt Bruder Bernd.

Aber auch die 400 Jahre Geschichte kommen in der Ausstellung ans Licht; mit dramatischen Wendepunkten und im Spiegel des jeweiligen Zeitgeistes. Teils sind es bisher unbekannte Archivschätze. Auch aus den weltweiten Missionen sind Filme und Fotos zu sehen, die jetzt erstmals erschlossen wurden. Das schwierige Verhältnis von Mission und Kolonialismus wird ebenso beleuchtet wie die heutige Tätigkeit der Missionare: Sie sind oft diejenigen, die die Kulturschätze der Gastgeberländer bewahren und erforschen.

Die Domkammer zeigt parallel zur Sonderausstellung historische Bücher aus Kapuziner-Bibliotheken. Das älteste Stück ist eine Handschrift aus der Zeit um 1500 mit einer bewegten Geschichte. Die größte Kuriosität darunter ist wohl ein Buch von der Größe eines Handys – die Ordensregel für die Kuttentasche.

 

 

Laufzeit:
16.08. – 04.10.2015

Orte:
Kreuzgang des Paulus-Doms zu Münster und Domschatzkammer
Eingang durch den Dom oder über den Horsteberg

Führungen:
In Gruppen nach Vereinbarung. Kontakt s. „weitere Informationen“

Foto- und Pressetermin:
nach Vereinbarung Kontakt s. „weitere Informationen“

Weitere Informationen:
Guardian Bruder Markus Thüer OFMCap
Tel. 0251/9276-100 (Büro)
Tel. 0251/9276-0 (Pforte)
Fax. 0251/9276-210
Email: markus.thueer@kapuziner.org
Bruder Bernd Beerman OFMCap
Email: bbeermann@me.com

Ausstellungsimpressum:

Veranstalter:
Deutsche Provinz der Minderen Brüder Kapuziner K. ö. R.
Kloster Münster
Kapuzinerstraße 27/29
48149 Münster

Ausstellungskonzeption, Gestaltung und Planung:
Dipl.-Des. Rebecca Schmücker, Lippstadt
Email: post@smuek-design.de
www.smuek-design.de

Dr. phil. Anna Lammers, Münster
Email: annalammers@gmx.de
www.anna-lammers.de